Stockbrot – eine Kindheitserinnerung mit Kultfaktor

Stockbrot Kult

Möglicherweise erinnerst du dich: Stockbrot war der Lagerfeuerklassiker an warmen Sommerabenden. Die Kindheitserinnerung vieler, die als Stockbrot, Knüppelkuchen oder Knüppelteig bekannt ist, verdient eindeutig ein Revival.

Was ist Stockbrot?

Stockbrot ist eine Brotsorte, die zumeist aus Hefeteig besteht. Dabei ist sowohl süßer als auch herzhafter Teig eine gängige Variante des Klassikers. Der fertige Teig wird spiralförmig um einen Ast beziehungsweise Stock gewickelt und über der Glut eines Lagerfeuers ausgebacken. Besonders Kinder lieben Knüppelkuchen. Doch auch Erwachsene haben Freude daran, in geselliger Runde am Feuer zu sitzen und das beliebte Brot zu backen. Im Grunde braucht es keinen besonderen Anlass, um Knüppelkuchen herzustellen. Kindergeburtstage, Grillpartys, Abende im Ferienlager, Osterfeuer und Familienfeiern sind jedoch klassische Veranstaltungen für Knüppelteig.

Stockbrot-Rezept: spielend einfach und schnell

Das Grundrezept für den Knüppelteig ist unkompliziert und schnell umgesetzt. So können sich auch Kinder ganz einfach an der Zubereitung beteiligen. Da es sich beim Knüppelteig um einen neutralen Hefeteig handelt, lässt sich dieser super variieren und an den individuellen Geschmack der Gäste anpassen.

Stockbrot Teig

Zubereitungszeit 40 Minuten
Portionen 6

Zutaten

  • 250 g Mehl
  • 1 Päckchen Trockenhefe alternativ 20 g frische Hefe
  • 0,5 TL Salz
  • 2 EL Pflanzenöl z.B. Olivenöl

Zubereitung

  1. Mehl, Trockenhefe, Salz und Wasser in einer ausreichend großen Schüssel miteinander vermengen. Bei der Verwendung von frischer Hefe vorerst lediglich Mehl und Salz vermengen. Die frische Hefe stückchenweise und unter Rühren im lauwarmen Wasser auflösen und anschließend zum Mehl geben.

  2. Das Pflanzenöl hinzufügen und das Ganze etwa zehn Minuten lang zu einem glatten Teig kneten.

  3. Den Teig zugedeckt an einem warmen Ort 30 - 40 Minuten lang gehen lassen.

Bei den Variationsmöglichkeiten sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Hier ist alles erlaubt, was schmeckt. Aus einem Teig lassen sich mehrere Varianten zaubern, indem die kleinen und großen Bäcker den Teig in mehrere Portionen teilen. In die einzelnen Portionen kann er zum Beispiel Kräuter wie Oregano, Thymian oder Basilikum einarbeiten. Doch auch kleine Gemüsewürfel oder Knoblauch sind leckere Komponenten für den Knüppelbrotteig. All jene, die es lieber süß mögen oder einen Nachtisch für gesellige Grillabende suchen, finden auch Gefallen an süßem Stockbrot. Dafür fügen große und kleine Bäcker dem Teig einfach nach Belieben Zucker, Vanillezucker, Honig oder Sirup bei.

Wie lange ist Knüppelteig haltbar?

Wenn am Tag der Veranstaltung nur wenig Zeit für Vorbereitungen ist, ist das kein Problem. Der Knüppelteig hält sich im Kühlschrank etwa 24 Stunden lang. Der Teig muss vor der Aufbewahrung im Kühlschrank nicht zwangsläufig an einem warmen Ort gehen, sondern kann sofort in den Kühlschrank wandern. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass der Teig ausreichend Platz zum Aufgehen hat. Tiefgefroren bei minus 18 Grad Celsius hält sich der Teig sogar bis zu fünf Monate. Der Teig sollte vor dem Einfrieren mit etwas Mehl bestäubt in eine Gefrierdose gefüllt werden. Vor der Weiterverarbeitung benötigt er eine Nacht im Kühlschrank sowie weitere ein bis zwei Stunden, um aufzutauen.

Welches Holz eignet sich für Knüppelkuchen?

Für Knüppelkuchen eignen sich ausschließlich Äste von ungiftigen Bäumen. Besonders beliebt sind Haselnussstöcke, aber auch Buchen- oder Weidenäste sind möglich. Nadelhölzer sollten nicht genutzt werden, da sie sehr leicht brennen. Ob du die Zweige im eigenen Garten sammelst oder beim Gärtner abholst, hängt von den Gegebenheiten vor Ort ab. Eine gemeinsame Wanderung durch den Wald ist eine schöne Möglichkeit, um die Gehzeit des Hefeteigs zu überbrücken. Anschließend entfernt ihr die Rinde am vorderen Ende des Zweiges und spitzt das Ende etwas an.

Knüppelteig backen: so gelingt’s

Für knusprigen Knüppelkuchen halten alle Beteiligten den Stock mit dem spiralförmig aufgewickelten Teig über die Glut des Lagerfeuers. Die Spitze des Stockes sollte mit Teig bedeckt sein, damit sie nicht anbrennt. Halte das Stockbrot nicht direkt in die Flammen, sondern etwa 20 Zentimeter über die Glut. Andernfalls verbrennt es äußerlich schnell, ohne im Inneren bereits durchgebacken zu sein. Zudem musst du den Stock regelmäßig drehen, damit das Brot von allen Seiten knusprig braun wird. Nach zehn bis 15 Minuten ist das Brot fertig gebacken und muss anschließend noch etwas auskühlen. Wer keine Möglichkeit für ein offenes Feuer hat, nutzt alternativ den Grill oder eine Feuerschale.

Unter Grillicious.de schreibe ich, Roberto, gemeinsam mit ein paar Freunden über unsere Leidenschaft - das Grillen. Wir bloggen über all das, was uns beim Grillen bewegt und schmeckt.

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