Gemüse grillen: gesunde Vitaminbomben vom Grill

Grillgemüse in Aluschalen

Für Vegetarier und Veganer ein Muss, aber auch bei Fleischessern als Beilage voll im Trend: Gemüse grillen. Welche Varianten gibt es und wo liegen die Vor- und Nachteile?

Neben Fleisch, Würstchen und Fisch landet immer öfter auch Gemüse auf dem Grill. Und das nicht nur bei Vegetariern und Veganern. Nein, auch eingefleischte Fans von Steak und Rippchen haben gegrilltes Gemüse als Beilage für sich entdeckt. Grund genug, sich einmal genauer anzuschauen, welche Methoden es zum Gemüse grillen gibt und was diese in der Praxis taugen.

Gemüse grillen in Aluschalen

Jeder kennt sie aus dem Supermarkt: Aluschalen in unterschiedlichen Größen zur Verwendung auf dem Grill. Benutzt man zum Gemüse grillen solche Schalen aus Aluminium, wird das Gemüse also nicht direkt auf das Rost gelegt, sondern in die Grillschale.

Grillgemüse aus der Aluschale: Vor- und Nachteile

Das verhindert, wie auch beim Grillen von Fleisch in Aluschalen, dass die Garflüssigkeit des Gemüses in die Glut oder Flamme tropft und so gesundheitlich bedenkliche Dämpfe entstehen. Ein weiterer Vorteil von Grillschalen: Das Gemüse kann einem nicht durchs Rost rutschen und in die Grillkohle fallen.

Ein Nachteil an dieser Methode beim Gemüse grillen ist aber, dass man das Grillgemüse vorher nicht salzen darf. Denn sonst besteht die Gefahr, dass die Salze auf die Aluschale gelangen und dort das Aluminium lösen. Dieses geht dann auf das Gemüse über und wird mit verzehrt, was als gesundheitlich bedenklich eingestuft wird.

Den Säuregehalt beim Gemüse grillen beachten

Aus dem gleichen Grund solltet ihr auch keine Gemüsesorten mit einem hohen Säuregehalt wie beispielsweise Tomaten auf Aluschalen grillen.

Gemüsesorten mit niedrigen Säuregehalten wie etwa Zucchini, Champignons, Mais, Zwiebeln, Paprika oder Spargel können – wenn ihr sie erst nach dem Grillen mit Salz würzt – ohne Bedenken auf Aluschalen gegrillt werden. Das Grillgemüse vorher mit Öl und Kräutern zu marinieren ist übrigens ebenfalls kein Problem und gibt dem Gemüse schon während des Grillvorgangs ein gewisses Würzaroma.

Gemüse grillen in Alufolie

Eine weitere gerne genommene Methode zum Gemüse grillen ist die Verwendung von Alufolie.

Gemüsepäckchen – Kleine Vitaminbomben vom Grill

Das Grillgemüse wird klein geschnitten, gemischt und in kleinen Portionen auf Alufolie gelegt. Diese wird dann zu kleinen Päckchen zusammen geknüllt und auf das Grillrost gelegt. Bei den Gemüsesorten sind der Phantasie hier keine Grenzen gesetzt, solange es Gemüse ist, das nicht ewig zum Garen braucht, wie etwa nicht vorgegarter Mais oder nicht vorgegarte Kartoffeln.

Ansonsten ist diese Methode zum Gemüse grillen recht einfach, unkompliziert und gefahrlos. Das gegrillte Gemüse kann praktisch nicht anbrennen und erst recht nicht durch das Grillrost fallen. Als Ergebnis hat man dann aber auch eher dampfgegartes als wirklich gegrilltes Gemüse.

Feta in Alufolie mit Gemüse grillen – keine gute Idee

Bei Alufolie gilt allerdings das gleiche wie bei Aluschalen: Das gegrillte Gemüse erst hinterher salzen! Denn sonst können sich auch hier Aluminiumteilchen lösen und in das Gemüse übergehen. Gerne wird in die Alufolie-Päckchen neben dem Grillgemüse auch in Salzlake gereifter Fetakäse gepackt. Der ist natürlich ebenfalls extrem salzig und leider, so lecker es ist, für die Gemüsepäckchen in Alufolie nicht zu empfehlen.

Gemüse grillen direkt auf dem Rost – auch das geht

Natürlich benötigt man zum Gemüse grillen nicht zwangsweise Aluschalen oder Alufolie. Es geht auch komplett ohne, das Grillgemüse kann wie Fleisch und Würstchen direkt auf das Grillrost. Bei dieser Variante müsst ihr euch dann auch keine Gedanken um Aluminium und Co. machen. Das Gemüse könnt ihr vor dem Grillen nach Belieben salzen und würzen. Gerne auch schon am Vortag, damit die Marinade so richtig schön einziehen kann.

Die meisten Gemüsesorten werden übrigens, wenn man sie direkt auf dem Grillrost grillt, in wenigen Minuten gar und landen somit sehr schnell auf den Tellern der hungrigen Grillgäste.

Mariniertes und gefülltes Gemüse grillen

Bis auf lange zu garende Sorten wie Mais oder Kartoffeln – diese sollte man immer vorgaren – könnt ihr das Grillgemüse einfach roh mit einer Mischung aus Öl, Kräutern und Gewürzen marinieren und dann direkt auf das Grillrost legen. Gemüse grillen wird so noch einfacher.

Besonders lecker ist es auch, geeignete Gemüsesorten wie Paprika und Champignons zu füllen. Mein Lieblings-Grilldip eignet sich hierfür zum Beispiel sehr gut. Champignons schmecken aber auch mit Kräuterbutter gefüllt ziemlich lecker. Diese zerläuft auf dem Grill dann so richtig schön! Auch Blumenkohl, Aubergine oder Süßkartoffel ist für das Gemüse grillen auf dem Rost bestens geeignet.

Gemüsespieße grillen

Eine gute Variante, um sich das Gemüse grillen einfacher zu machen, ist die, verschiedene Gemüsesorten klein zu schneiden und auf einen Holzspieß aufzufädeln. Dafür kann man zum Beispiel Paprika, Zwiebeln, Zucchini und Champignons nehmen, die man nacheinander auf den Gemüsespieß gibt. Zum Schluss den ganzen Gemüsespieß mit Öl einpinseln und in einer Marinade aus verschiedenen Kräutern und Knoblauch, Salz und Pfeffer und eventuell noch einem Spritzer Zitrone wenden und ab auf den Grill damit. Der Gemüsespieß sieht gut aus, lässt sich auf dem Grill sehr gut drehen und schmeckt lecker.

Tofu – perfekte Ergänzung zum Gemüse grillen

Übrigens passt auf so einen Spieß auch Tofu sehr gut. Dann sollte man den Spieß aber nach Möglichkeit schon am Tag vorher marinieren, damit der Tofu die Marinade so richtig schön aufsaugen kann und einen würzigen Geschmack bekommt. Viele Veganer und Vegetarier schwören übrigens beim Tofu und Gemüse grillen auf Raucharoma. Es verleiht dem Grillgemüse eine ganz besonders köstliche Grillnote.

Gemüse grillen – gesund und lecker

Egal für welche Variante man sich in Sachen Gemüse grillen entscheidet: Gemüse vom Grill ist lecker und bringt neben Salaten, Dips und Brot Abwechslung auf die Grilltafel. Und wenn man es richtig zubereitet, ist Gemüse auch vom Grill noch voller Vitamine und Mineralstoffe und daher überaus gesund. Gemüse grillen ist also nicht nur etwas für Veganer und Vegetarier. Es spricht auch nichts gegen ein wenig Farbe auf dem Grill der Fleischliebhaber.

 

Unter Grillicious.de schreibe ich, Roberto, gemeinsam mit ein paar Freunden über unsere Leidenschaft - das Grillen. Wir bloggen über all das, was uns beim Grillen bewegt und schmeckt.

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